GLP-1 verändert das Konsumentenverhalten nachhaltig – was bedeutet das für die Food-Branche?

30 Juni 2026

Konsumenten-Trends
Ernährung

GLP‑1 verändert das Ess- und Kaufverhalten nachhaltig. Was lange vor allem als medizinischer Fortschritt wahrgenommen wurde, entwickelt sich zunehmend zu einem relevanten Treiber für die Food-Branche. Die aktuelle GDI-Studie «Feelgood Revolution» zeigt: Konsument:innen essen bewusster, konsumieren selektiver und stellen höhere Erwartungen an Qualität, Nährwert und Genuss.
Besonders die Schweiz gehört dabei zu den Vorreitern in Europa1.

Für Unternehmen entstehen dadurch neue Herausforderungen – vor allem aber Chancen: Wer Produkte mit echtem Mehrwert anbietet und klar positioniert, kann sich in einem veränderten Marktumfeld gezielt differenzieren.

GLP-1: Das Hormon hinter verändertem Essverhalten

GLP‑1 ist ein körpereigenes Hormon, das Appetit und Sättigung reguliert. Medikamente wie Ozempic oder Wegovy verstärken diesen Effekt: Menschen fühlen sich schneller und länger satt. Dadurch verändert sich nicht nur, was konsumiert wird, sondern vor allem wie bewusst2.

Vom Gesundheitsprodukt zum Konsumtreiber

GLP‑1-Medikamente wie Ozempic oder Wegovy sind längst kein Nischenthema mehr.

  • Bereits heute nutzen 7–10 % der Bevölkerung im DACH-Raum entsprechende Präparate1
  • Gleichzeitig zeigt die Studie ein enormes Zukunftspotenzial – ein grosser Teil der Konsument:innen kann sich eine Nutzung vorstellen1
  • Der globale Markt wächst rasant und dürfte sich in den kommenden Jahren massiv ausweiten1

Der entscheidende Effekt: Weniger Konsum – über alle Kategorien hinweg

Der wichtigste Unterschied zu bisherigen Ernährungstrends:
GLP‑1 verändert nicht nur was konsumiert wird – sondern wie bewusst.

Durch das verstärkte Sättigungsgefühl essen Konsument:innen insgesamt weniger – und treffen ihre Entscheidungen gezielter.
Und zwar nicht nur ungesunde Produkte, sondern über nahezu alle Kategorien hinweg:

  • Snacks und Süssgebäck werden selektiver konsumiert1
  • Aber auch Brot, Fleisch, Käse oder Butter werden bewusster gewählt1
  • Gleichzeitig gewinnen funktionale, als «gesund» wahrgenommene Produkte, wie Joghurt, klar an Bedeutung1

Der Fokus verschiebt sich von Quantität in zu Qualität und Mehrwert.

Was Konsument:innen jetzt erwarten

  • Mehr Nährwert pro Bissen: Protein, Ballaststoffe, weniger Zucker und eine höhere Nährstoffdichte gewinnen an Bedeutung1
  • Kleinere Portionen, höhere Qualität: Wenn weniger konsumiert wird, muss jede Produktentscheidung stärker überzeugen1
  • Funktion trifft Genuss: Produkte müssen gesund, alltagstauglich und gleichzeitig genussvoll sein.

Produkte müssen also gleichzeitig gesund, funktional und genussvoll sein.

Was das konkret für die Branche bedeutet

Die Veränderungen sind tiefgreifend und bieten enormes Potenzial für Differenzierung und Innovation.

  • Sortimente neu denken: Kleinere Portionen, bessere Nährwerte und funktionale Konzepte werden relevanter1
  • Produkte klar positionieren: Benefits wie Protein, Ballaststoffe oder weniger Zucker sollten sichtbar und verständlich kommuniziert werden1
  • Vertrauen schaffen: Je stärker Produkte mit Gesundheit und Wohlbefinden verbunden werden, desto wichtiger sind Transparenz, Glaubwürdigkeit und nachvollziehbare Claims1

Fazit: Wer jetzt die Chance nutzt, gewinnt!

Und Sie? Haben Sie den GLP‑1-Trend bereits auf dem Radar? Welche Auswirkungen sehen Sie auf Ihr Sortiment oder Ihre Innovationsstrategie und wie setzen Sie diesen Wandel konkret in Ihrem Unternehmen um?

💡 Wie wir Sie unterstützen können

Wir haben dieses Thema früh erkannt und begleiten unsere Kunden aktiv in dieser Transformation.

  • Konkrete Lösungen für das neue Konsumverhalten
  • Fokus auf Proteine, Ballaststoffe und weniger Zucker
  • Unterstützung bei der Weiterentwicklung Ihre Sortiments
  • Individuelle, massgeschneiderte Produktlösungen, die präzise auf Ihre Bedürfnisse und Anforderungen abgestimmt sind

Gemeinsam entwickeln wir Angebote, die den steigenden Anforderungen gerecht werden und gleichzeitig Genuss, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit verbinden.

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